Berufliches Gymnasium Wirtschaft

Fachoberschule
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Hartmut Friehe (Abteilungsleitung)

Raum: B145

Zeit
Abschlussziel

Beschreibung der Ausbildung

Bildungsziel, Abschluss und Berechtigungen

Ziel des Unterrichts im Beruflichen Gymnasium Wirtschaft ist die allgemeine Hochschulreife sowie die berufsbezogene Schwerpunktbildung zur Einführung in einen Beruf. Die allgemeine Hochschulreife wird durch den Nachweis bestimmter Leistungen im Unterricht des 12. und 13. Schuljahrgangs und durch die Abiturprüfung erworben und berechtigt zum Studium sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Der schulische Teil der Fachhochschulreife kann durch den Nachweis bestimmter Leistungen in zwei zeitlich aufeinander folgenden Schulhalbjahren der Qualifikationsphase erworben werden.

Dauer und Gliederung des Bildungsganges

Das Berufliche Gymnasium Wirtschaft gliedert sich in die einjährige Einführungsphase (11. Schuljahrgang) und in die zweijährige Qualifikationsphase (12. und 13. Schuljahrgang). Die Verweildauer im Beruflichen Gymnasium beträgt bis zur Abiturprüfung in der Regel drei und höchstens vier Jahre. Zur Wiederholung einer nicht bestandenen Abiturprüfung kann die Höchstzeit um ein Jahr überschritten werden. In Härtefällen, die die Schülerin oder der Schüler nicht selbst zu vertreten hat, insbesondere bei längerem Unterrichtsversäumnis wegen Krankheit, kann die Schule eine Verlängerung um ein weiteres Jahr zulassen.

Organisation des Unterrichts

In der Einführungsphase wird der Unterricht im Klassenverband in Profil-, Kern– und Ergänzungsfächern erteilt, welche zu Lernbereichsnoten zusammengefasst werden. In der Qualifikationsphase wird der Unterricht in halbjährigen Profil-, Kern– und Ergänzungsfächern im Kurssystem erteilt.

Die Klassenkonferenz entscheidet am Ende der Einführungsphase über die Versetzung in die Qualifikationsphase. Wer nicht in die Qualifikationsphase versetzt worden ist, kann die Einführungsphase einmal wiederholen. Die Schuljahrgänge 12 und 13 bilden die Qualifikationsphase. In der Qualifikationsphase findet keine Versetzung statt.

In der Qualifikationsphase ist jedes Fach, ausgenommen Sport

  • dem sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld (A),
  • dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld (B),
  • dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld (C), zugeordnet.
Was ist das Besondere an dieser Schulform?

Der besondere Reiz des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft liegt unter anderem an den Profilfächern Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling und Volkswirtschaft. Durch diese Profilbildung werden den Lernenden wichtige wirtschaftliche und volkswirtschaftliche Grundkenntnisse vermittelt, die später beim Studium, bei einer Ausbildung und im privaten Bereich hilfreich sind.

Das Profilfach Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling

Ziel ist es, ein Unternehmen mit seinen Funktionen und Prozessen genau zu untersuchen.

Dazu werden in der Einführungsphase die Grundlagen für ein angemessenes Verständnis der Unternehmung als ein komplexes ökonomisches und soziales System gelegt. Darauf aufbauend wird die Auftragsabwicklung, ein wichtiger Kernprozess eines Produktionsunternehmens, untersucht.

In der Qualifikationsphase werden die einzelnen Bereiche der Unternehmung sehr viel differenzierter betrachtet.

In der Jahrgangsstufe 12 steht zunächst die Erfassung, Verteilung, Analyse und Zurechnung der Kosten im Mittelpunkt, um im Anschluss das Augenmerk auf die Finanzierung von Unternehmen und ihre Investitionen zu richten. Im heutigen Käufermarkt wird das Marketing als Schlüssel zum Erfolg gesehen und daher sehr ausführlich behandelt. In der Jahrgangsstufe 13 geht es um die Gestaltung und um die Steuerung des komplexen Systems Unternehmung als Ganzes sowie um die Gestaltung eines ganzheitlichen, zukunftsorientierten und effektiven Controllingsystems.

Das Rechnungswesen stellt für das Unternehmen ein komplexes Informationssystem dar und ist gleichzeitig ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtinformationssystems eines Unternehmens. Aus diesem Grund ist das Fach Rechnungswesen in das Fach Betriebswirtschaft integriert.

Das Profilfach Volkswirtschaft

Die im Fach Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling vermittelte einzelwirtschaftliche Perspektive wird durch den Blick auf die gesamtwirtschaftlichen Voraussetzungen und Konsequenzen einzelwirtschaftlicher Entscheidungen der Unternehmen und Haushalte sowie der wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Staates ergänzt. Hierbei wird das Denken in Strukturzusammenhängen vermittelt und das Einbeziehen aktueller Probleme stellt die unumgängliche Verbindung zur Realität dar.

In Volkswirtschaft werden zunächst die Elemente einer Wirtschaftsordnung und hier insbesondere die der Sozialen Marktwirtschaft behandelt. Eine wichtige marktwirtschaftliche Funktion ist die Koordination von Angebot und Nachfrage auf Gütermärkten über den Preismechanismus. Der Vergleich von Modell und Realität zeigt, dass dies nicht immer reibungslos funktioniert und der marktwirtschaftliche Wettbewerb durch Wettbewerbsbeschränkungen oft gefährdet ist. Die Strukturen und Mechanismen des Arbeitsmarktes sind weitere Schwerpunkte. Hier geht es um arbeitsmarktpolitische Konzepte und Einflussmöglichkeiten des Staates zur Lösung des Beschäftigungsproblems. Zudem beschäftigt man sich mit den Grundlagen der Wirtschaftspolitik. Wer sind die Träger wirtschaftspolitischer Entscheidungen und welche Ziele verfolgen sie? Wie wird Wirtschaftswachstum gemessen und warum kommt es zu konjunkturellen Schwankungen? Gibt es geeignete wirtschaftspolitische Konzeptionen, um sie zu beeinflussen?

Weitere Lerngebiete sind Finanz– und Geldpolitik sowie je nach Abiturschwerpunkt Struktur-, Sozial– oder Umweltpolitik.

Fremdsprachen am Beruflichen Gymnasium

Alle Schülerinnen und Schüler, die bis zum Ende des Schulbesuchs im Sekundarbereich I in mindestens vier aufsteigenden Schuljahren bis zum Abschluss des Bildungsganges eine zweite Fremdsprache erlernt haben, erfüllen damit ihre Belegungsverpflichtung in der zweiten Fremdsprache und müssen nur die erste Fremdsprache (Englisch) von Klasse 11 bis zum Abitur belegen. Ansonsten ist die zweite Fremdsprache (Spanisch) zu belegen.

Die freiwillige Teilnahme am Unterricht der zweiten Fremdsprache ist möglich. Damit kann Spanisch auch als Prüfungsfach gewählt werden.

Fächer und Unterrichtsstunden

Fächer und Unterrichtsstunden

Prüfungsfächer

Die Abiturprüfung bezieht sich auf eine Prüfungsfachkombination aus fünf Prüfungsfächern, wobei das erste bis vierte Prüfungsfach schriftlich und das fünfte Prüfungsfach mündlich geprüft werden.

Das erste Prüfungsfach ist durch das Profilfach Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling vorgegeben. Neben diesem Profilfach ist mindestens ein weiteres Profilfach (Volkswirtschaft oder Informationsverarbeitung) als Prüfungsfach zu wählen. Die Wahl der Prüfungsfächer sowie deren Festlegung als Fächer mit erhöhtem Anforderungsniveau erfolgt bis zum Ende der Einführungsphase.

Prüfungsfachkombinationen an den BBS I Gifhorn

Prüfungsfachkombinationen

Werden Biologie oder Geschichte als Prüfungsfach gewählt, findet der Unterricht mit erhöhter Stundenzahl statt.

Aufnahmevoraussetzungen

In das Berufliche Gymnasium Wirtschaft können Schülerinnen und Schüler mit dem Erweiterten Sekundarabschluss I aufgenommen werden. Zudem besteht die Möglichkeit von einem allgemeinbildenden Gymnasium mit der Versetzung in die Einführungsphase und damit die 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums zu wechseln. In beiden Fällen schließt sich eine 3-jährige Ausbildung am Beruflichen Gymnasium an, in der ein Schuljahr wiederholt werden kann. Ein Wechsel aus der Qualifizierungsphase ist nicht möglich. Für weitere Informationen stehen wir zur Verfügung.

Bewerbung und Anmeldung

Die Bewerbung um eine Aufnahme in das Berufliche Gymnasium Wirtschaft erfolgt in der Zeit vom 01. bis 28. Februar eines jeden Jahres direkt über die Homepage der BBS1.

BOBOnlineanmeldung

Berufsbildenden Schulen 1, Alter Postweg 21, 38518 Gifhorn zu richten.

Einzureichen sind:
  • das Online ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular
  • die Kopie des letzten Halbjahreszeugnisses
  • ein tabellarischer Lebenslauf

Über eine endgültige Aufnahme kann erst kurz vor Beginn der Sommerferien nach Vorlage des Zeugnisses über den Erweiterten Sekundarabschluss I oder durch den Nachweis der Versetzung in die Einführungsphase am Allgemeinbildenden Gymnasium entschieden werden. Bei hohen Bewerberzahlen wird nach Durchführung eines Aufnahmeverfahrens über die Aufnahme entschieden.

Weitere Informationen erhalten Sie auch während der regelmäßig Ende Januar stattfindenden Informationsveranstaltung an den Berufsbildenden Schulen 1.

Internet

Rechts– und Verwaltungsvorschriften sowie weiterführende Informationen finden Sie im Internet auf den Seiten des Kultusministeriums (www.mk.niedersachsen.de, Unsere Schule) und den Seiten des Niedersächsischen Bildungsservers (www.nibis.de, Themen). Die Inhalte des Informations-Flyers und weitere Informationen über die Berufsbildenden Schulen 1 finden Sie auf unserer Homepage (www.bbs1-gifhorn.de).