Mongopolis - Fisch oder Ente?

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Berufsfachschule Sozialassistentin/ Sozialassistent - Schwerpunkt Sozialpädagogik
Mongopolis - Fisch oder Ente?

Am 09. Januar 2014 besuchten vier Klassen der angehenden Sozialassistenten und –assistentinnen das RambaZamba Theater Berlin und sahen sich gemeinsam mit Frau Bünger, Herrn Ernstson und Frau Wonszak das Theaterstück "Mongopolis - Fisch oder Ente" an.

Vor dem Theaterstück standen uns Frau Gisela Höhne, die Regisseurin des Stücks, und Frau Laura Werres, eine Theaterpädagogin, die mit dem Team arbeitet, Frage und Antwort. Frau Höhne erzählte von dem Grundgedanken hinter RambaZamba und der Entwicklung vom Freizeittheater zum anerkannten Theater mit 37 kreativen Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung. Sie beschrieb sehr persönlich, wie viel Liebe sie in diesem Theater sieht, wie die Inszenierungen sich entwickeln und welches besondere, kreative Potential die Schauspieler der beiden Gruppen haben. „Die Stücke werden immer besser und sie sind jedes Mal anders. Sie werden in diesem Theater niemals dasselbe Stück sehen. Das macht RambaZamba aus.“ - Frau Dr. G. Höhne

Das Theater besteht seit 1991. Zu diesem Zeitpunkt war es noch ein Freizeitangebot und die Schauspieler kamen nach ihrer Arbeit in den Werkstätten in die Kulturbrauerei, um dor t ihrer Leidenschaft nachzugehen. Erst seit wenigen Jahren ist das RambaZambaTheater auch in der Lage, als Arbeitsplatz zu dienen. Neben den 37 Kulturschaffenden arbeiten unter anderem Theaterpädagogen, ehrenamtliche Helfer und Praktikanten mit im Team. Besonders ist zudem, dass das Publikum auf eine außergewöhnliche Weise eingebunden wird.

Dem Publikum wurde zu der Eintrittskarte ein Flyer mit dem einmaligen Angebot, die „ungeliebten und missratenen Sprösslinge umzutauschen“, ausgehändigt. So wurde die erste Szene perfekt eingeleitet und man hatte den ersten Gedankengang in Bezug auf die Präimplantationsdiagnostik, also eine Früherkennungsmethode zur Ermittlung von Genmutation oder anderen Auffälligkeiten (kurz=PID), die im Stück thematisiert wird. Außerdem bekommt man die Möglichkeit eine Szene mitzuspielen, in der „die Perfekten“ arbeiten, also aktiv am Stück teilzuhaben.

Der Science-Fiction-Krimi-Comic "Mongopolis - Fisch oder Ente?" wird seit nunmehr zehn Jahren aufgeführt. Im Stück geht es um die PID, das Aussortieren der Kranken und Schwachen und auch die Entwicklung des perfekten Menschen.

Wir, die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Sozialassistenz - Schwerpunkt Sozialpädagogik, bedanken uns bei dem Förderverein der BBS1 Gifhorn sowie beim Landkreis Gifhorn für die Übernahme eines Großteils der Kosten und bei unseren engagierten Lehrkräften sowie unserer Schulleitung dafür, dass uns die Möglichkeit dieser Tagesreise gegeben wurde.

10. Januar 2014 - S. Fricke (SBFSP2.3)

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