Anti-Brustkrebs-Kampagne

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Schüler starten Anti-Brustkrebs-Kampagne Gifhorn.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland schätzungsweise 70.000 Frauen an Brustkrebs, etwa ein Viertel davon stirbt am sogenannten Mamakarzinom. Schülerinnen und Schüler aus dem 12. Jahrgang der BBS 1 Gifhorn haben jetzt eine Aufklärungskampagne entwickelt, mit der Gleichaltrige besser über die Erkrankung aufgeklärt werden sollen.

Denn: Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Am Anfang des Projekts, das im Februar aus der Taufe gehoben wurde, stand für die zwölf Mädchen und zwei Jungen, die das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales besuchen, die Frage: Wie sehr wissen junge Menschen eigentlich über das Thema Bescheid? Um diese Frage zu klären, befragten die Projektmitglieder fast 400 Jugendliche verschiedener Gifhorner Schulen.

Ergebnis: Bei einem Großteil, Mädchen wie Jungen, besteht Aufklärungsbedarf. „Die Schülerinnen und Schüler haben daraufhin Ideen entwickelt, wie Gleichaltrige anschaulich und nachhaltig über das Thema Brustkrebs informiert werden können“, sagt Lehrerin Anja Bellmann, die das Projekt koordiniert. Herausgekommen ist dabei eine Präsentation, die Heidemarie Kase nun praxisnah verwenden möchte. Die Mitarbeiterin des Brustzentrums Gifhorn will mit den von den Schülern entwickelten Konzepten und der Präsentation in den Schulen der Region Präventionsarbeit leisten. „Das Besondere an den Materialien ist, dass sie von Jugendlichen für Jugendliche entworfen wurde und somit die Sprache und das Denken der Zielgruppe treffen“, so Kase, die als Breast Nurse arbeitet und Erkrankte berät und begleitet. Das von den Schülern erarbeitete Konzept fußt nun auf mehreren Säulen: Im Vordergrund der Kampagne, die ab sofort in Schulen im Raum Gifhorn Anwendung finden soll, steht die Aufklärung über die wichtigsten Fragen einer Brustkrebs-Erkrankung. Wie erkenne ich einen Knoten? Wie führe ich eine Selbstuntersuchung durch? Wer ist der richtige Ansprechpartner? Wie gehe ich mit der Angst um? Und wie geht man im Freundes- oder Bekanntenkreis damit um? Auf diese und andere Fragen sollen die Materialien in Zukunft Antworten geben können.Ganz plakativ und vor allem kreativ haben die Schülerinnen und Schüler Buttons und Flyer entworfen, die offensiv mit dem Thema spielen. Das Motto „Check your boobs“ sticht dabei hervor – und soll in Zukunft dafür sorgen, dass Jugendliche besser informiert sind. „Eine bessere Früherkennung erhöhe schließlich die Heilungschancen“, so Kase.