Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales

 

Beschreibung der Ausbildung

Bildungsziel, Abschluss und Berechtigungen

Ziel des Unterrichts im Beruflichen Gymnasium Gesundheit und Soziales ist die allgemeine Hochschulreife sowie die berufsbezogene Schwerpunktbildung zur Einführung in einen Beruf. Die allgemeine Hochschulreife wird durch den Nachweis bestimmter Leistungen im Unterricht des 12. und 13. Schuljahrgangs und durch die Abiturprüfung erworben und berechtigt zum Studium sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Der schulische Teil der Fachhochschulreife kann durch den Nachweis bestimmter Leistungen in zwei zeitlich aufeinander folgenden Schulhalbjahren der Qualifikationsphase erworben werden.

Dauer und Gliederung des Bildungsganges

Das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales gliedert sich in die einjährige Einführungsphase (11. Schuljahrgang) und in die zweijährige Qualifikationsphase (12. und 13. Schuljahrgang). Die Verweildauer im Beruflichen Gymnasium beträgt bis zur Abiturprüfung in der Regel drei und höchstens vier Jahre. Zur Wiederholung einer nicht bestandenen Abiturprüfung kann die Höchstzeit um ein Jahr überschritten werden. In Härtefällen, die die Schülerin oder der Schüler nicht selbst zu vertreten hat, insbesondere bei längerem Unterrichtsversäumnis wegen Krankheit, kann die Schule eine Verlängerung um ein weiteres Jahr zulassen.

Organisation des Unterrichts

In der Einführungsphase wird der Unterricht im Klassenverband in Profil-, Kern– und Ergänzungsfächern erteilt, welche zu Lernbereichsnoten zusammengefasst werden. In der Qualifikationsphase wird der Unterricht in halbjährigen Profil-, Kern– und Ergänzungsfächern im Kurssystem erteilt.

Die Klassenkonferenz entscheidet am Ende der Einführungsphase über die Versetzung in die Qualifikationsphase. Wer nicht in die Qualifikationsphase versetzt worden ist, kann die Einführungsphase einmal wiederholen. Die Schuljahrgänge 12 und 13 bilden die Qualifikationsphase. In der Qualifikationsphase findet keine Versetzung statt.

In der Qualifikationsphase ist jedes Fach, ausgenommen Sport

· dem sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld (A),

· dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld (B),

· dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld (C), zugeordnet.

Was ist das Besondere an dieser Schulform?

Der besondere Reiz an dem Beruflichem Gymnasium Gesundheit und Soziales, mit dem Schwerpunkt Gesundheit-Pflege, liegt unter anderem an dem Profilfach Gesundheit – Pflege. Darüber hinaus gibt es ebenfalls einen wirtschaftlichen Schwerpunkt mit dem Prüfungsfach Betriebs- und Volkswirtschaft.

Das Profilfach Gesundheit – Pflege

Ziel ist es, den Menschen mit seinen Ressourcen und Risikofaktoren sowie seiner Lebenssituation in den Mittelpunkt der fachlichen Betrachtung zu stellen.

Dazu werden in der Einführungsphase die Grundlagen für die Bearbeitung komplexer Gesundheitssituationen und die Beurteilung unterschiedlicher Interventionsmöglichkeiten in den einzelnen Phasen des Gesundheitszustandes gelegt. Dabei werden unter anderem anatomische und physiologische Zusammenhänge kennen gelernt. Darüber hinaus geht es um die Erhaltung von Gesundheitssituationen und abschließend um Institutionen und Strukturen im Gesundheitswesen.

Ausgehend von einer bestimmten Gesundheitssituation werden in der Qualifikationsphase die Ziele und Inhalte aus der Einführungsphase jeweils konkreter und umfassender erarbeitet.

Schwerpunkte der Jahrgangsstufe 12 sind zum einen präventive Interventionsmöglichkeiten zu entwickeln und Therapiemaßnahmen zu konzipieren.

In der Jahrgangsstufe 13 steht dann der pflegerische Aspekt im Vordergrund. Auch hier wird anhand einer bestimmten Krankengeschichte eine prozessorientierte Pflege geplant und später anhand dieser Erkrankung die Rehabilitation evaluiert.

Das Prüfungsfach Betriebs– und Volkswirtschaft (BuV)

Ziel dieses Unterrichtsfaches ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und zu interpretieren, die sich sowohl auf einen einzelnen Betrieb als auch auf eine gesamte Volkswirtschaft beziehen.

Dazu werden in der Einführungsphase zunächst die volkswirtschaftlichen Grundlagen erarbeitet und anschließend wird der Aufbau eines Unternehmens anhand der Entwicklung eines eigenen Modellunternehmens analysiert.

In der Qualifikationsphase werden diese Kenntnisse exemplarisch – wenn möglich anhand aktueller wirtschaftlicher Ereignisse – vertieft.

Dabei geht es im Bereich Volkswirtschaftslehre schwerpunktmäßig um die Analyse wirtschaftspolitischer Maßnahmen und Zielsetzungen sowie um die Erläuterung internationaler Verflechtungen und deren Synergieeffekte.

Im Bereich BWL wird der Wertschöpfungsprozess innerhalb eines Unternehmens von der Produktidee bis zum Verkauf analysiert und dazu werden notwendige Finanzierungsprozesse und Kalkulationen durchgeführt.

Fremdsprachen am Beruflichen Gymnasium

Alle Schülerinnen und Schüler, die bis zum Ende des Schulbesuchs im Sekundarbereich I in mindestens vier aufsteigenden Schuljahren bis zum Abschluss des Bildungsganges eine zweite Fremdsprache erlernt haben, erfüllen damit ihre Belegungsverpflichtung in der zweiten Fremdsprache und müssen nur die erste Fremdsprache (Englisch) von Klasse 11 bis zum Abitur belegen. Ansonsten ist die zweite Fremdsprache (Spanisch) zu belegen.

Die freiwillige Teilnahme am Unterricht der zweiten Fremdsprache ist möglich. Damit kann Spanisch auch als Prüfungsfach gewählt werden.

Fächer und Unterrichtsstunden

 

Einführungsphase

Qualifikationsphase

 

11. Jahrgang

12. Jahrgang

13. Jahrgang

Kernfächer

Deutsch

Englisch

Mathematik

Spanisch

 

3

3

3

4

 

4

4

4

4

 

4

4

4

4

Ergänzungsfächer

Geschichte

Politik

Religion oder

Werte und Normen

Biologie

Sport

 

1

1

2

 

2

2

 

2

 

2

 

2 (4)

2

 

 

 

 

 

 

2 (4)

2

 

Profilfächer

Gesundheit-Pflege

Betriebs– und Volkswirtschaft
Informationsverarbeitung

Praxis

 

4

3

3

2

 

4

3

3

2

 

4

3

3

2

Prüfungsfächer

Die Abiturprüfung bezieht sich auf eine Prüfungsfachkombination aus fünf Prüfungsfächern, wobei das erste bis vierte Prüfungsfach schriftlich und das fünfte Prüfungsfach mündlich geprüft werden.

Das erste Prüfungsfach ist durch das Profilfach Gesundheit - Pflege vorgegeben. Neben dem Profilfach ist Betriebs- und Volkswirtschaft ein weiterer Schwerpunkt und dementsprechend prüfungsrelevant. Die Wahl der Prüfungsfächer sowie deren Festlegung als Fächer mit erhöhtem Anforderungsniveau erfolgt bis zum Ende der Einführungsphase.

Prüfungsfachkombinationen an den BBS 1 Gifhorn

Fächer mit

Erhöhten Anforderungen

Fächer mit

grundlegenden Anforderungen

1.
Prüfungsfach

2. und 3.
Prüfungsfach

4. und 5.

Prüfungsfach

Gesundheit-Pflege

Deutsch und

Englisch

Betriebs– und Volkswirtschaft und eines der Fächer Informationsverarbeitung ,

Mathematik oder Biologie

Deutsch und
Mathematik
oder Biologie

Betriebs– und Volkswirtschaft und eines der Fächer (falls nicht 2. oder 3. PF) 

Informationsverarbeitung, Biologie,

Mathematik oder Fremdsprache (Englisch oder Spanisch)

Englisch und
Mathematik
oder Biologie

Betriebs– und Volkswirtschaft und eines der Fächer (falls nicht 2. oder 3. PF)
Informationsverarbeitung, Biologie,

Mathematik oder Deutsch

Aufnahmevoraussetzungen

In das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales können Schülerinnen und Schüler mit dem Erweiterten Sekundarabschluss I aufgenommen werden. Zudem besteht die Möglichkeit von einem allgemeinbildenden Gymnasium mit Abschluss der 9. oder 10. Klasse in die Einführungsphase und damit die 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums zu wechseln. In beiden Fällen schließt sich eine 3-jährige Ausbildung am Beruflichen Gymnasium an, in der ein Schuljahr wiederholt werden kann. Für weitere Informationen stehen wir zur Verfügung.

Bewerbung und Anmeldung

Die Bewerbung um Aufnahme in das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales ist in der Zeit vom 01. Februar bis 28. Februar eines jeden Jahres direkt an die

Berufsbildenden Schulen 1, Alter Postweg 21, 38518 Gifhorn zu richten.

Einzureichen sind:

· ein im Schulsekretariat ausliegendes und auch auf der Homepage der Schule eingestelltes Anmeldeformular

· die Kopie des letzten Halbjahreszeugnisses

· ein tabellarischer Lebenslauf

Über eine endgültige Aufnahme kann erst kurz zu Beginn der Sommerferien nach Vorlage des Zeugnisses über den Erweiterten Sekundarabschluss I oder durch den Nachweis der Versetzung in die Einführungsphase am Allgemeinbildenden Gymnasium entschieden werden. Bei hohen Bewerberzahlen wird nach Durchführung eines Aufnahmeverfahrens über die Aufnahme entschieden.

Weitere Informationen erhalten Sie auch während der regelmäßig Ende Januar stattfindenden Informationsveranstaltung an den Berufsbildenden Schulen 1.

Internet

Rechts– und Verwaltungsvorschriften sowie weiterführende Informationen finden Sie im Internet auf den Seiten des Kultusministeriums (www.mk.niedersachsen.de, Unsere Schule) und den Seiten des Niedersächsischen Bildungsservers (www.nibis.de, Themen). Die Inhalte des Informations-Flyers und weitere Informationen über die Berufsbildenden Schulen 1 finden auf unserer Homepage (www.bbs1-gifhorn.de).

Ansprechpartner in der Schule

Herr Friehe - Tel.: 05371 9436-126

 

Berufsbildende Schulen 1
des Landkreises Gifhorn

Alter Postweg 21
38518 Gifhorn

Telefon: 05371 9436-10
Fax: 05371 9436-299